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Die schönsten Berge in den Dolomiten – 13 an der Zahl
Berge in den Dolomiten

13 Berge, die Sie gesehen haben müssen
Eine Reise durch die Dolomiten

Majestätisch strecken sie sich gegen den Himmel, ihr Anblick ist imposant und versetzt immer wieder ins Staunen – auch dann, wenn es sich bei den Bergen nicht gerade um die Seven Summits, also die sieben höchsten Berge der Kontinente handelt. Auch bei unseren 13 ausgewählten Naturgiganten aus den Dolomiten, geraten Sie garantiert ins Schwärmen, selbst dann, wenn Sie normalerweise die Berge lieber von unten ansehen.

Kommen Sie mit uns auf eine Reise kreuz & quer durch die „bleichen Berge“. Wir zeigen Ihnen „unsere“ Auswahl der 13 schönsten Berge und Berggruppen in den Dolomiten, im UNESCO Weltnaturerbe, und fangen dabei bei der „Königin der Dolomiten“, der Marmolata an …

1

Die Marmolata

3.343 m hoch –damit die höchste Berggruppe in den Dolomiten und die „Königin der Dolomiten“ – die Marmolata mit der Punta Penia. An der Nordseite des Bergmassivs befindet sich der einzige größere Gletscher der Dolomiten und eine der längsten Skiabfahrten der Dolomiten – die Bellunese – die über 12 km von der Punta Rocca bis zu den Füßen des Bergmassivs, zur Malga Ciapela, führt. Von dort fährt die Seilbahn hinauf zum Gipfel der Marmolata. Die Seilbahnstation Serauta (2.950 m) beherbergt zudem ein multimediales Museum, das Einblick in das harte Leben der Soldaten im Ersten Weltkrieg gibt – war die Marmolata als Grenzberg zwischen Österreich-Ungarn und Italien in den Jahren 1915 – 1917 doch ein schrecklicher Kriegsschauplatz.

Erstbesteigung der Punta Penia: 1864 durch den Wiener Bergsteiger Paul Grohmann

Lage: Belluneser Dolomiten und Trentino

Marmolata

2

Drei Zinnen

Sie sind, mit ihren steilen Nordwänden, wohl die schönsten und die bekanntesten Berge der Dolomiten und zugleich auch das Wahrzeichen der Region. Höchste der Drei Zinnen ist die Große Zinne mit 2.999 m, die in der Mitte der beiden anderen Gipfeln steht – der Westlichen Zinne mit einer Höhe von 2.973 m und der 2.857 m hohen Kleinen Zinne. Für Kletterer einmalig: die über 500 m steil abfallende Felswand mit der berühmten „Direttissima“, genauso aber auch der Normalweg durch die Südwand, der vor allem auch als Abstieg genutzt wird. Die Drei Zinnen können aber auch umrundet werden, und sind deshalb im Sommer zu einem der populärsten Ausflugsziele in Südtirol geworden.

Erstbesteigungen:
Große Zinne 1869 durch Paul Grohmann
Westliche Zinne 1879 durch Michel Innerkofler, Franz Innerkofler und Georg Ploner
Kleine Zinne 1881 durch Michel und Hans Innerkofler

Lage: Nordseite: Hochpustertal, Südtirol / Südseite: Belluneser Dolomiten

Drei Zinnen

3

Schlern

Er ist zwar nicht so hoch wie die Marmolata oder wie die Drei Zinnen – nämlich „nur“ 2.563 m – aber es ist wohl seine markante Form, die den Schlern mit der vorgelagerten Santner- und der Euringerspitze zu einem der Wahrzeichen Südtirols und zugleich unverwechselbar macht. Der höchste Punkt des Bergmassivs ist auf dem Monte Petz, zu dessen Füßen sich auch das bekannte Schlernhaus befindet, welches 1885 eröffnet wurde. Am Monte Petz steht auch das Gipfelkreuz. Zu Füßen des Schlerns liegt Europas höchst gelegenste Alm – die Seiser Alm.

Erstbesteigung:
Santnerspitze 1880 durch Johann Santner
Euringerspitze 1884 durch Gustav Euringer und G. Battista Bernhard

Lage: Seiser Alm, Südtirol

4

Tofana

Auch die Tofana ist ein stattlicher Dreitausender – eigentlich sind es gleich 3 Dreitausender, denn das bekannte Bergmassiv in den Ampezzaner Dolomiten besteht aus drei Gipfeln: der Tofana di Mezzo, der Tofana di Dentro und der Tofana di Rozes. Höchster Gipfel und zugleich auch der dritthöchste in den Dolomiten ist der mittlere, die Tofana di Mezzo mit 3.244 m, gefolgt von der Tofana di Dentro (3.238 m) und der Tofana di Rozes, bekannt auch als die „vordere“ Tofana (3.255 m). Am Fuß der Tofana – am Osthang – liegt das gleichnamige Skigebiet mit der heute noch als Weltcupstrecke genutzten Olimpia delle Tofane und dem berühmten „Canalone“-Schuss.

Erstbesteigung:
Tofana di Mezzo 1863 durch Paul Grohmann
Tofana di Rozes 1864 durch Paul Grohmann
Tofana di Dentro 1865 durch Paul Grohmann

Lage: Belluneser Dolomiten

Tofana

5

Rosengartengruppe

Das etwa 8 km lange Bergmassiv der Rosengartengruppe ist vor allem durch seine im Abendrot leuchtende westliche Silhouette, die von Bozen aus, wunderbar sichtbar ist, berühmt. Mit 3.004 m ist der Kesselkogel der höchste Gipfel der Berggruppe. In der Mitte der Gruppe liegt die Rosengartenspitze. Sie hat eine Höhe von 2.981 m. Weitere bekannte Gipfel in der Gruppe sind die Vajolettürme und die Laurinswand, beide über 2.800 m hoch.
Übrigens: wissen Sie warum der Rosengarten in der Abenddämmerung so schön leuchtet? Einst lebte hier der Zwergenkönig Laurin und pflegte seinen blühenden Rosengarten. Allerdings belegte er, nachdem die Königstochter Similde aus seiner Gefangenschaft befreit wurde, seine Rosen mit einem Fluch: sie sollten sich zu Stein verwandeln und sowohl bei Tag als auch bei Nacht nie wieder sichtbar sein. Was er dabei allerdings vergaß – die Dämmerung. Und deshalb blüht der Rosengarten auch heute noch bei Sonnenuntergang so schön.

Erstbesteigung:
Kesselkogel 1873 durch die Briten C. Comyn Tucker und T. H. Carson
Rosengartenspitze 1874 durch die Briten C. Comyn Tucker und T. H. Carson

Lage: Eggental, Südtirol und Trentino

Rundwanderung am Rosengarten

6

Cinque Torri

Für Wanderer einfach zu erreichen: die Cinque Torri in der Nähe von Cortina d’Ampezzo. 2.361 m hoch ist der höchste der Gipfel in dieser Berggruppe, die Torre Grande. Ursprünglich waren die Cinque Torri ein einheitlicher großer Felsblock. Wahrscheinlich haben sich, durch natürliche Erosion, die Türme so gebildet, wie wir sie heute betrachten dürfen, Am Fuße der Cinque Torri befinden sich zwei Schutzhütten sowie ein Freilichtmuseum mit Schützenstellungen. Das Dolomitengebiet der Cinque Torri ist für Alpinkletterer ein wahres Eldorado. Schon 1939 wurde hier im Sportklettern trainiert.

Lage: Belluneser Dolomiten

Cinque Torri

7

Geislergruppe

Auch sie zählen zu den schönsten Bergen in den Dolomiten: die Geisler. Und sie sind weltbekannt. Dafür mag wohl auch das Bild vom Ranui Kirchlein mit den Geislern im Hintergrund mitverantwortlich sein, das zu DEN Postkartenmotiven Südtirols zählt. Der Hauptgipfel der Bergkette ist der Sass Rigai – sein Gipfel, 3.025 m hoch, ist sowohl von Gröden als auch von Villnöss aus über einen Klettersteig erreichbar. Unterhalb der Bergriesen befinden sich wunderbare Almen, schöne Wanderwege, der berühmteste davon ist der Adolf-Munkel-Weg, und gemütliche Schutzhütten.

Erstbesteigung:
Sass Rigais – Westseite 1878 durch Giorgio und Giovanni Bernard, Bruno Wagner und Eduard Niglutsch
Sass Rigais – Osttseite 1888 durch Heinrich Heß, Robert Hans Schmitt und Karl Schulz

Lage: Eisacktal, Südtirol

Geislergruppe

8

Antelao

Er ist mit seinen 3.264 m der zweithöchste Berg in den Dolomiten: der Antelao. In Italien wird er auch als der „König der Dolomiten“ bezeichnet. Wie eine einzelne Felspyramide scheint sein Anblick und ist auch von weitem ein unverwechselbares Aussehen – untypisch eigentlich für die Dolomiten, die sich sonst eigentlich mehr als ganze Bergmassive dem Betrachter zeigen. Der Antelao befindet sich im Naturschutzgebiet „Antelao, Marmarole, Sorapis”.

Erstbesteigung: 1850 durch Matteo Ossi

Lage: Belluneser Dolomiten

9

Langkofelgruppe

Ob als Umrundung für Wanderer oder als Kletterberg für Alpinsportler – die Langkofelgruppe in den Grödner Dolomiten mit dem gleichnamig höchsten Gipfel, den Langkofel (3.181 m) begeistert immer. Die Langkofelscharte (2.681 m) kann im Sommer auch per Seilbahn erreicht werden. In einer Nische an der Ostseite des Langkofels hängt eine über 3 m hohe Madonna aus Holz, welche vom Bildhauer Flavio Pancheri stammt, der sie hier gemeinsam mit Bergführern im Jahre 1961 befestigt hat. Bedeutende Gipfel in der Langkofelgruppe sind zudem der 2.964 m hohe Plattkofel und die Grohmannspitze mit ihren 3.126 m Höhe.

Erstbesteigung: Langkofel 1869 durch Paul Grohmann

Lage: Gröden, Südtirol

Langkofelgruppe

10

Monte Pelmo

Auch er ein Dreitausender in den Dolomiten: der Monte Pelmo, der stolze 3.168 m hoch ist. Er ist ein Berg mit gewaltigen Ausmaßen und präsentiert sich wie ein geschlossener gigantischer Fels - von welchen Seiten aus man immer ihn auch betrachtet. Die Route der Erstbesteiger, über die Südostflanke, ist auch heute noch der beliebteste Aufstieg zum Gipfel des Pelmo. Wer nicht ganz so hoch hinauf möchte, der Monte Pelmo kann auch umrundet werden. Beim Weg zum Felsen an der Westkante wurden Fußabdrücke von Dinosauriern entdeckt.

Erstbesteigung: 1857 durch den Iren Sir John Ball

Lage: Belluneser Dolomiten

11

Piz Boè

Es ist der höchste Berg in der Sellagruppe: der Piz Boè mit seinen 3.152 m. Damit ist er auch der einzige Dreitausender dort. Für Wanderer ist er einfach zu erreichen – in gut einer Stunde ab der Bergstation der Seilbahn, die vom Pordoijoch zum Sass Pordoi hinaufführt. Mit ein Grund, warum man am Gipfel des Piz Boè in der Hochsaison immer auf viele Wanderer und Bergfreunde trifft. Auf dem Gipfel befindet sich auch eine Schutzhütte mit einigen Schlafmöglichkeiten. Auf den Piz Boè führt zudem einer der schwierigsten Klettersteige, der Piazzetta Klettersteig, bei welchem eine Scharte auch über eine Hängebrücke überquert werden muss.

Erstbesteigung: 1864 durch Paul Grohman

Lage: Alta Badia, Südtirol / Trentino / Belluneser Dolomiten

12

Lagazuoi

Ein Berg in der Fanesgruppe, der eigentlich aus zwei Gipfeln besteht: aus dem großen Lagazuoi (2.835 m) und aus dem kleinen Lagazuoi (2.775 m). Der kleine Lagazuoi – er ist der bekanntere Gipfel der beiden - ist mit einer Seilbahn erschlossen. Während des Ersten Weltkriegs war der Lagazuoi ein sehr umkämpfter Berg. Er lag direkt an der Front, wo sich österreichisch-ungarische und italienische Soldaten bekämpften. Heute befindet sich am Lagazuoi ein Freilichtmuseum mit vielen Stollen und Gräben aus dem Ersten Weltkrieg. Vom Lagazuoi aus, begeistert auch ein fantastischer Rundblick: Tofana, Sorapiss-Gruppe, Antelao, Cinque Torri, Monte Pelmo, Marmolata und Sellastock kann man von dort oben erblicken.

Lage: Belluneser Dolomiten

Lagazuoi

13

Campanile di Val Montanaia

„Campanile“ – zu Deutsch „Turm“ – und so sieht er auch aus, der Campanile di Val Montanaia in den Friauler Dolomiten. Er hat ein Breite von nur 50 bis 60 m ist aber 300 m hoch. Erreichbar ist der Campanile di Val Montanaia über Cimolais, eine Ortschaft nur wenige Kilometer östlich von Longarone. Auf den Campanile gelangt man über den Normalweg im Schwierigkeisgrad V. Am Gipfel befindet sich eine Madonnenstatue und eine Glocke, die von vielen Kletterern geläutet wird. Die Glocke, 1926 errichtet, trägt die Inschrift „Audentis resonant per me loca muta triumpho“ was so viel bedeutet wie „Durch mich erklingt an stillem Orte der Triumph des Wagemutigen“. Severino Casara, ein bekannter italienischer Alpinist und Filmregisseur, bezeichnete den Berg als den „schönsten Campanile der Welt“.

Erstbesteigung: 1902 durch die Österreicher Karl Günther von Saar und Victor Wolf von Glanvell

Lage: Belluneser Dolomiten

 

Ruth
Geschrieben von Ruth Taschler Die Themen „Reisen, Urlaub und Südtirol“ mag Ruth nicht nur bei ihrer Arbeit als Text Artist. Auch privat nutzt sie so gut es geht ihre Zeit um immer wieder neue Ecken in Südtirol und in den Dolomiten kennen zu lernen und gemeinsam mit ihrem Sohn zu entdecken. Am liebsten fährt sie in die Gegend rund um Meran. Dort ist sie aufgewachsen, dort mag sie besonders das Klima, die mediterrane Landschaft, den Duft von Äpfeln, Berg und Stadt. Im Winter aber, ist sie am liebsten in den Dolomiten unterwegs zum Skifahren. Sellaronda, Faloria, Kronplatz, Helm … am besten jedes Wochenende ein anderes Skigebiet.
 

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