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Stiftungssitz wurde beschlossen
Groß war die Freude in Südtirol, als am 26. Juni die „Bleichen Berge“, wie die Dolomiten auch genannt werden, in den Rang des UNESCO-Weltnaturerbes erhoben wurden. Mit Südtirol freuten sich vier weitere Provinzen, deren Gebiet ebenso Teil dieses einzigartigen Naturgebietes ist, über den im spanischen Sevilla getroffenen Beschluss. Doch die gemeinsame Freude wurde bereits kurze Zeit später getrübt, als es darum ging, den Standort des Stiftungssitzes des Weltnaturerbes zu bestimmen.
Seit Ende Juni zählt die in aller Welt bekannte Gebirgskette der Dolomiten zum UNESCO-Weltnaturerbe. Mit dem Verweis auf die „einzigartige monumentale Schönheit“ des Gebirges begründeten die UNESCO-Verantwortlichen ihre Entscheidung. Das zum Weltnaturerbe ernannte Gebiet, dessen Charakteristiken neben seiner beeindruckenden Blässe die steilen Felswände und tiefen Schluchten sind, umfasst 18 Gipfel, darunter mehrere Dreitausender, und ist Teil der Regionen Trentino-Südtirol und Belluno. Über den Beschluss der UNESCO erfreut, zeigte sich im Sommer diesen Jahres auch Landeshauptmann Luis Durnwalder, welcher die große Bedeutung dieser Entscheidung für das Land Südtirol unterstrich und gleichzeitig bemerkte, dass es oberstes Ziel sein müsse, die Dolomiten auch in Zukunft in ihrer Schönheit und Einzigartigkeit zu schützen.
Doch zur allgemeinen Freudenstimmung gesellten sich alsbald Neid und Zwietracht, galt es doch, sich auf den Standort jener Stiftung zu einigen, welche im Auftrag der UNESCO für den Schutz und die Verwaltung des Weltnaturerbes Dolomiten in Zukunft verantwortlich zeichnen soll. Auf eben diesen Sitz erhoben gleich fünf Provinzen Anspruch: Bozen, Belluno, Udine, Trient und Pordenone.
Nun wurde eine Entscheidung getroffen. Die Stiftung wird nicht einen Sitz haben, sondern fünf. Der Vorsitz soll alle drei Jahre zwischen den betroffenen Provinzen rotieren.
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