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Die Dolomiten sind Weltnaturerbe

Die Entscheidung ist gefallen
Diskutiert wurde bereits
seit längerer Zeit darüber, doch Realität sollte es erst Ende Juni
diesen Sommers werden: Am 26. Juni wurden im spanischen Sevilla die
Dolomiten zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt. Die Freude darüber war
entsprechend groß, wurde jedoch alsbald vom Streit einiger Provinzen
über den Sitz der Stiftung, die das Weltnaturerbe im Auftrag der UNESCO
schützen und verwalten soll, getrübt. Nun ist die endgültige
Entscheidung über den Standort des Stiftungssitzes gefallen. Als im Juni das UNESCO-Welterbekomitee
die „Bleichen Berge“, wie die Dolomiten auch genannt werden, in die
Liste des Weltnatur- und Kulturerbes aufgenommen hatte, war die Freude
innerhalb und außerhalb Südtirols erwartungsgemäß groß. Der bekannte
Extrembergsteiger Reinhold Messner begrüßte die Entscheidung, werden so
nun doch endlich die wohl schönsten Berge der Welt“ unter Schutz
gestellt. Und auch Landeshauptmann Luis Durnwalder zeigte sich erfreut
über diesen Beschluss. Er sprach von einer „großen Anerkennung“,
unterstrich jedoch, dass die Erhaltung dieses einzigartigen Naturraumes
oberste Priorität habe und auch in Zukunft nicht versäumt werden dürfe.
Doch so groß die Freude bei allen Betroffenen damals war, eines sollte
sich in den kommenden Wochen und Monaten als wahrer Zankapfel erweisen.
Nämlich der Standort des Sitzes jener Stiftung, welche sich im Auftrag
der UNESCO um den Schutz und Erhalt des Dolomitengebirges kümmern soll.
Ihr Recht auf eben diesen Sitz bekundeten gleich fünf italienische
Provinzen: Bozen, Trient, Belluno, Udine und Pordenone. Nun ist in
diesem Streitfall eine endgültige Entscheidung getroffen worden. Es wird
fünf Sitze geben, wobei der Vorsitz im Drei-Jahres-Rhythmus zwischen
besagten Provinzen rotieren soll. |